Der Purple Path

Jana Kaminski • 1. April 2026

Ein Kunstweg durch Chemnitz und Region

Plywood von Jay Gard / Foto: Johannes Richter


Der PURPLE PATH ist kein klassisches Museum und auch kein gewöhnlicher Skulpturenpark. Er ist ein Kunst- und Skulpturenweg, der Chemnitz mit 38 Städten und Gemeinden der Region verbindet und zeitgenössische Kunst mitten in Landschaft, Alltag und Industriegeschichte sichtbar macht.


Entstanden ist der PURPLE PATH im Kontext der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Ziel war es, Kunst nicht nur in Ausstellungsräumen zu zeigen, sondern in der gesamten Region erlebbar zu machen. Aber auch 2026 ist der Purple Path noch aktiv zu erkunden.

Kunst nicht im Museum, sondern im öffentlichen Raum


Der PURPLE PATH funktioniert anders als eine klassische Ausstellung. Die Werke stehen nicht in neutralen Museumsräumen, sondern an Orten, in der Natur, in der Stadtumgebung. Manche Installationen befinden sich auf ehemaligen Industriebrachen, andere an Bahnhöfen, an Flussufern oder in historischen Ortskernen. Einige sind in unmittelbarer Nähe zu alten Bergbauanlagen entstanden, andere in kleinen Altstädten oder neben Kirchen, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Kunst steht damit im Dialog mit ihrer Umgebung.


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Purple Path in Chemnitz

Insgesamt sind Werke von mehr als 60 Künstlerinnen und Künstlern Teil dieses Projekts. Viele davon gehören zu den wichtigen Stimmen der internationalen Gegenwartskunst.

Arbeiten von Leiko Ikemura,  Monika Sosnowska, Jeppe Hein oder Michael Sailstorfer begegnen hier Positionen aus Sachsen, etwa von Jana Gunstheimer, Via Lewandowsky oder Olaf Holzapfel, der bereits an der documenta teilgenommen hat.

Auch Chemnitzer Künstler wie Michael Morgner, Gregor-Torsten Kozik oder Johann Belz sind Teil des Projekts. Kuratiert wurde der PURPLE PATH vom Kunsthistoriker Alexander Ochs, der internationale Kunst mit regionalen Geschichten verbinden wollte.

Eine Ausstellung, die sich über eine ganze Region erstreckt


Der PURPLE PATH verteilt sich über Mittelsachsen, das Erzgebirge und das Zwickauer Land. Zwischen Orten wie Mittweida, Freiberg, Schwarzenberg, Schneeberg, Glauchau oder Seiffen stehen Skulpturen und Installationen im öffentlichen Raum.

Dadurch entsteht ein Kunstprojekt, das sich über eine ganze Region erstreckt. Besucher erleben dabei nicht nur einzelne Werke, sondern auch Landschaften, Städte und historische Orte. Viele Arbeiten reagieren bewusst auf die Umgebung, in der sie stehen. Sie greifen damit Themen auf, die für die Region prägend sind: Bergbau, Industrialisierung, wirtschaftliche Umbrüche und neue Perspektiven. Der PURPLE PATH wird dadurch zu einer Art Erzähler der Region. Hinter den Kunstwerken entsteht eine vielschichtige Geschichte über Arbeit, Transformation und Innovation im Erzgebirge und in Mittelsachsen.


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Entdecken ohne feste Route


Eine feste Route gibt es bewusst nicht. Besucher können den PURPLE PATH auf ganz unterschiedliche Weise entdecken. Einige fahren mit dem Auto durch die Region, andere nutzen Bahnverbindungen zwischen den Städten oder erkunden einzelne Stationen mit dem Fahrrad. Gerade im Erzgebirge führen viele Wege durch Wälder, entlang von Flüssen oder durch ehemalige Bergbaugebiete. Der Weg selbst wird so Teil des Erlebnisses.


Weiterführende Informationen zum Purple Path: hier klicken

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