Botanischer Garten Chemnitz

Botanischer Garten Chemnitz: Natur, die Schule macht
Manchmal liegt das Besondere nicht in einer einzelnen Pflanze, sondern darin, wie ein Ort mit der Stadt gewachsen ist. Der Botanische Garten Chemnitz begann 1898 als Zentralschulgarten auf gerade einmal einem Hektar. Heute erstreckt sich das Gelände über 13,45 Hektar.
Seine Geschichte merkt man dem Garten nicht durch große Tafeln an, sondern beim Rundgang. Botanische Sammlungen treffen auf Schulgarten und Tierhaltung, später wird das Gelände naturnaher. Wald, Gewässer und unterschiedliche Pflanzengesellschaften schaffen immer wieder neue Räume. Gerade diese Verbindung ist ungewöhnlich: Pflanzen werden hier nicht nur gesammelt, sondern in ihren natürlichen Zusammenhängen gezeigt. Die Stadt Chemnitz nennt die mitteleuropäischen Offenlandbiotope und Waldgesellschaften ausdrücklich als Besonderheit des Areals.

Von Bärlauch bis Tropenhaus
Im Frühjahr riecht es nach Bärlauch, im Sommer wird das Gelände dicht und grün, im Herbst verändern sich Farben und Blickachsen. Und wenn es draußen ungemütlicher wird, wartet unter Glas eine andere Welt. Allein im Tropenhaus wachsen auf 500 Quadratmetern rund 800 Arten tropischer Wildpflanzen und Nutzpflanzen. Banane und Kaffee sind dabei, aber auch Rattanpalmen, Taro, Reis und Maniok.
Dazu kommen Tiergehege, Spielmöglichkeiten und viel Platz zum Laufen und Schauen. Das macht den Botanischen Garten zu einem guten Ziel mit Kindern, ohne dass Erwachsene deshalb nur Begleitpersonal sind. Naturbildung gehört seit mehr als einem Jahrhundert zur Idee dieses Ortes. Heute arbeiten hier unter anderem der Botanische Garten, das Schulbiologiezentrum und das Naturschutzzentrum zusammen. Besonders Kinder und Jugendliche sollen Natur nicht nur erklärt bekommen, sondern kennenlernen.
Unsere Idee für Chemnitz
Unsere Idee für Chemnitz
Vom c/o56 führt der Weg in einen Teil von Chemnitz, der gut zu einer freien Stunde oder einem längeren Nachmittag passt. Im Botanischen Garten gibt es Abstand vom Stadtprogramm, ohne dass man Chemnitz dafür verlassen muss. Mal Gewächshaus, mal Waldweg, mal Tiergehege. Ein Ort, an dem ein Spaziergang schnell länger wird als gedacht.
Danach geht es zurück zum Schloßberg und ins c/o56. Zwischen Stadt und Natur liegt eben manchmal nur ein Weg durch Chemnitz. Nah dran. Weit gedacht. Das passt hier ziemlich gut zu unserer Idee von der besten Pause der Stadt.
Botanischer Garten Chemnitz
Leipziger Straße 147
09114 Chemnitz













