Weihnachtsmarkt-Workation: Von Berlin auf den Chemnitzer Weihnachtsmarkt an einem Dienstag
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Die Reisejournalistin und Gründerin von GUSTARIA brands/stories unterstützt das c/o56 Chemnitz bei der Markenkommunikation. Heute schreibt sie über ihre Beobachtungen zwischen Großstadtmüdigkeit, Workation und der Sehnsucht nach echter Ruhe im Advent.
Als gebürtige Braunschweigerin liebe ich traditionelle Weihnachtsmärkte: immer dieselben vertrauten Gesichter an den Ständen, der Dom im Hintergrund, der Duft gebrannter Mandeln und das historische Riesenrad. Von der Kindheit bis zur Jugend und ins Erwachsenenalter trägt mich diese Erinnerung durch die Vorweihnachtszeit. Nach meinem Umzug nach Berlin vor über zehn Jahren folgte dann der Kontrast mit sehr viel mehr Kommerz statt Gemütlichkeit. An den Wochenenden sind die bekannten Märkte vom Alexanderplatz bis zum Schloss Charlottenburg so überfüllt, dass von der eigentlichen Weihnachtsstimmung kaum etwas übrig bleibt. Dabei suchen die meisten von uns im Winter etwas ganz anderes: den Duft nach Zimt und Tannengrün, weiches Licht in der frühen Dunkelheit und einen Moment, der uns zur Ruhe kommen lässt. Und genau das führt mich nach Chemnitz: die Ruhe, die Weite und trotzdem die Nähe zu Berlin. Denn das, was wir im Advent brauchen, ist nicht noch mehr lautes Spektakel, sondern Gemütlichkeit, Rückzug und Raum zum Durchatmen.
Das Prinzip Workation: Unter der Woche reisen
Natürlich zieht der Chemnitzer Markt an den Wochenenden viele Besucher an. Meine Empfehlung lautet daher: Antizyklisch reisen und den Besuch auf einen Dienstag oder Mittwoch legen. So lässt sich wunderbar ein abendlicher Ausflug mit dem Arbeitstag im c/o56 Chemnitz verbinden. Das WLAN ist stabil, ein Platz in der Lobby oder am zimmereigenen Schreibtisch ist ruhig und für den Ausgleich liegt die Joggingstrecke durch den Küchwald direkt vor der Haustür. Spielt das Winterwetter nicht mit, geht es ins Rooftop Gym mit Blick über die Stadt.
Auch beim Essen schätze ich unkomplizierte Abläufe: Statt großer Menüs hole ich mir im hoteleigenen c/onsum-Shop kleine Snacks und kann direkt ein handverlesenes Mitbringsel aus der Region für mein Kind mitbringen, bevor es dann zu Fuß in die Stadt geht.
Handwerkskunst statt Massenware: Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt
Chemnitz eignet sich für die ruhige Art des Reisens besonders gut. Das Stadtzentrum ist großzügig geschnitten, die Straßen sind breit, und selbst in der Vorweihnachtszeit wirkt die Atmosphäre unaufgeregt. Rund um das Rathaus versammeln sich über 200 Stände. Da das Erzgebirge direkt an die Stadt grenzt, dominiert hier echtes Handwerk statt austauschbarer Kaufhausware: handgedrechselte Räuchermännchen, filigrane Schwibbögen und Pyramiden. Wer hier kauft, nimmt ein Stück lebendige Kulturgeschichte mit nach Hause.
Ein Termin bildet die Ausnahme vom Ruhe-Prinzip: Am Samstag, den 28. November 2026, zieht die Große Bergparade durch die Innenstadt. An diesem Tag ist Chemnitz voll, doch der Aufzug zeigt eindrucksvoll, wie tief die montane Tradition in der Region verwurzelt ist.
Wer sich auf dem Markt bei der Fülle an Handwerkskunst nicht entscheiden konnte, findet im Übrigen auch noch im Hotelshop eine kuratierte Auswahl erzgebirgischer Originale. Zudem ist das Hotel der ideale Ausgangspunkt für Touren mit dem Auto in die umliegenden Täler des Erzgebirges, wo an den Wochenenden kleinere Dorfadventsmärkte öffnen. Und auch die Weihnachtspyramide in der Lobby sorgt für die passende Stimmung.
Und das Beste ist die Lage des Hotels: Vom Hauptbahnhof führt der Fußweg zum c/o56 am Schlossteich vorbei und sanft den Schlossberg hinauf. An einem klaren Winterabend wirkt die Großstadt auf diesem Abschnitt fast wie ein verträumter Ort im Grünen.
Meine Idee für Chemnitz
Am Mittwoch sitze ich dann wieder im Zug nach Berlin, mit einem erledigten Arbeitstag, einem kleinen Stück Erzgebirge im Gepäck und dem Gefühl, im Advent tatsächlich angekommen zu sein. Für „56 Ideen für Chemnitz“ ist das meine Idee: den Advent dann zu erleben, wenn die Stadt Platz lässt. Denn manchmal ist genau das das schönste Geschenk, das wir uns selbst machen können: Zeit, Ruhe und ein Weihnachtsmarkt, auf dem wir einfach in Ruhe schlendern können und uns die Vorweihnachtszeit genießen können. Und vielleicht nehme ich beim nächsten Mal mein Team mit und wir feiern direkt unsere Weihnachtsfeier vor Ort.
Quick Facts: Chemnitzer Weihnachtsmarkt 2026
Saison: 27. November bis 23. Dezember 2026
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag 10 bis 21 Uhr, Sonntag 10 bis 20 Uhr
Ort: rund um das Rathaus, Innenstadt Chemnitz
Große Bergparade: Samstag, 28. November 2026
Hotel: c/o56 Chemnitz am Schlossberg, mit Rooftop Gym und c/onsum-Shop

Wann ist der Chemnitzer Weihnachtsmarkt 2026 geöffnet?
Vom 27. November bis 23. Dezember 2026, montags bis donnerstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 21 Uhr.
Wann ist es auf dem Weihnachtsmarkt Chemnitz am ruhigsten?
In der Regel an Wochentagen von Montag bis Donnerstag, besonders am Vormittag und frühen Nachmittag.
Wo gibt es in Chemnitz erzgebirgische Holzkunst?
Auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt an zahlreichen Ständen und im Shop des c/o56 Chemnitz.













