Unsere Idee: Zuhören, was unsere Gäste sagen

Jana Kaminski • 12. Januar 2026

Was wir als Hotel von unseren Gästen lernen

Chemnitz ist keine Stadt, die es leicht hat, sich als Tourismusdestination durchzusetzen. Die Vergangenheit schürt Misstrauen, oft sind es die immer gleichen Bilder von Plattenbauten und trostlosen Alleen, die mit Chemnitz assoziiert werden. Ja, auch das gibt es. Aber der Rest von Chemnitz bietet vor allem eins: geistigen wie haptischen Raum – für Ideen, für Innovationen, für neue Perspektiven.


Denn Chemnitz, als Stadt, die nicht durchinszeniert ist, hat vor allem eines: Freiheit. Die Freiheit, sich zu entwickeln. Unsere Idee für Chemnitz – als Hotel mit Business- und Privatreisenden – ist deshalb einfach, aber weitreichend: Wir wollen Raum geben. Für Gespräche, für Projekte, für Neues. Raum nicht nur im wörtlichen Sinn, sondern auch im Denken.


Denn als Hotel, das täglich Menschen aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Tourismus empfängt, erleben wir, wie sich der Blick auf Chemnitz verändert. Unsere Gäste geben uns oft eine Perspektive auf die Stadt, die wir selbst im Alltag übersehen: Raum für Wachstum, Entwicklung und neue Geschichten.


Chemnitz wird kein Trend – sondern ist eine Stadt mit Potenzial


„Chemnitz ist keine hübsche Stadt – aber eine ehrliche. Und genau darin liegt ihre Stärke“, schrieb "Die Zeit". Ein Satz, der hängen bleibt, weil er etwas benennt, das man hier spürt: ein Bewusstsein für das, was da ist.


Für das Erzgebirge vor der Tür, für die Industriegeschichte, für das, was zwischen Bescheidenheit und Vorurteilen oft übersehen wird. Chemnitz darf, ja muss, an seinem Selbstbewusstsein arbeiten.


Denn ganz ehrlich: der Schlosspark, das Rathaus, und ja, auch die DDR-Ästhetik – sie sind heute mehr als Erinnerung. Sie sind Teil einer Stadt, die prägt. Und sie verdienen den Mut, sie auch so zu zeigen.


Chemnitz war einst eines der wichtigsten Industriezentren Europas. Maschinenbau, Textilindustrie, Automobilzulieferung – vieles davon ist bis heute sichtbar. Nicht als verlassene Bauten, sondern als Teil eines Stadtbilds, das Kultur mitdenkt.


Leerstehende Fabrikhallen, weite Plätze, unzählige Garagen: All das ist kein Defizit, sondern ein Angebot. Ein Raum für neue Ideen, für Unternehmen, für Kultur und Projekte, die nicht auf Hype und Hipness setzen, sondern auf Tiefe.


So schrieb auch das Kunstmagazin "Monopol": „Chemnitz ist eine Stadt, in der Kunst nicht dekoriert, sondern eingreift.“


Denn hier geht es nicht um Kulisse oder das Aufspringen auf den immer gleichen Trend mit immer gleichen Bildern von hübschen Galerien und überinszenierten Coffeeshops. Chemnitz bietet Produktionsräume, Denkflächen, Zeit und Raum. Hier darf gestaltet werden – nicht nur konsumiert. Oder, wie es in der Kultur- und Kreativszene heißt: Low rent, high impact.


Was nach dem Kulturhauptstadtjahr bleibt – und was vielleicht beginnt?


2025 war Chemnitz Kulturhauptstadt Europas. „Chemnitz nutzt den Kulturhauptstadt-Titel nicht zur Selbstdarstellung, sondern zur Selbstbefragung“, analysierte Deutschlandfunk Kultur.


Tatsächlich sind viele der Impulse geblieben: Netzwerke, neue Orte, Kooperationen, Projekte. Vor allem aber ein neues Selbstverständnis. Nicht laut, aber aufmerksam. Und dafür wollen wir uns weiter einsetzen – für uns als Chemnitzer:innen, die Gastgeber in einer Stadt sind, die so viele Möglichkeiten offenhält, die wir selbst oft gar nicht mehr sehen.


Die eigentliche Chance liegt jetzt darin, das, was begonnen wurde, nicht zu konservieren als „das Jahr, in dem wir Kulturhauptstadt waren“, sondern weiterzudenken. Und genau hier setzen wir mit unserer Kampagne „56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für Morgen“ an.


Chemnitz als Stadt für Geschäftsreisende, Gruppen – und Neugierige


Für viele unserer Gäste – Geschäftsreisende, Konferenzteilnehmer:innen, Gruppen – ist Chemnitz zunächst ein praktischer Ort. Gut erreichbar, ruhig, effizient. Aber oft wird der Aufenthalt zu mehr: zu einer Begegnung mit einer Stadt, die überrascht – weil sie mehr Raum lässt, als man erwartet.


Denn das Hotel c/o56 Chemnitz ist nicht nur Gastgeber, sondern auch Beobachter dieses Wandels. Wir bieten Zimmer (zugegeben, auch wir hängen manchmal eher in der Tradition als in der Innovation) und Konferenzräume – ja.


Aber wir bieten auch Raum für Gespräche, für Netzwerke, für neue Perspektiven. Für den Blick auf eine Stadt, die von außen oft klarer gesehen wird als von innen.


Mit der Initiative „56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für Morgen“ sammeln wir Perspektiven: Start-ups, lokale Vereine, Kunstinitiativen, Gäste – alle sind eingeladen, ihre Sicht auf Chemnitz zu teilen.


Und wir teilen, was wir jeden Tag sehen: die Perspektive von außen auf eine Stadt, die wir als Chemnitzer oft gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Denn wer als Gastgeber heute etwas beitragen will, muss zuhören können. Und sichtbar machen, was sonst nur im Kleinen passiert.


Unsere Idee für Chemnitz: Zuhören, was uns Gäste sagen


Chemnitz hat nicht das Problem, dass es zu wenig zu bieten hätte. Es hat das Problem, dass zu lange nur auf das geschaut wurde, was fehlt – statt auf das, was möglich ist.


Als Hotel begegnen wir diesen Menschen täglich. Menschen mit offenem Blick. Menschen, die Raum erkennen, wo wir nur Lücken sehen. Und wir glauben: Wenn Chemnitz sich weiterentwickeln will, braucht es nicht mehr Versprechen – sondern mehr Gespräche. Mehr Impulse. Mehr gemeinsames Denken.


Deshalb sammeln wir mit der Kampagne „56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für Morgen“ Stimmen, Perspektiven, kleine Ideen. Und vielleicht entsteht aus genau diesen Fragmenten das, was Chemnitz morgen ausmacht.


Denn wer heute nach Chemnitz reist, entdeckt nicht die Vergangenheit – sondern den Anfang eines neuen Teils der Geschichte.


Eine Frau und ein Kind betrachten eine Ausstellung mit menschlichen Körpern. Eine konservierte Figur
von Jette Rüdiger 12. Januar 2026
56 Ideen für Morgen. Warum Körperwelten ein guter Grund ist, Chemnitz neu zu entdecken! Manchmal braucht es einen Ort, der zum Innehalten einlädt. Einen Moment, der nicht laut ist, sondern nachwirkt. Mit der Ausstellung Körperwelten und Der Zyklus des Lebens bekommt Chemnitz ab 2026 genau so einen Impuls. Und für uns ist das eine dieser Ideen, die zeigen, warum sich eine Reise nach Chemnitz lohnt. Ab dem 30. Januar 2026 ist die weltbekannte Ausstellung erstmals in Chemnitz zu sehen. Im Mittelpunkt steht der menschliche Körper im Kreislauf des Lebens. Von der Entstehung bis ins hohe Alter. Die Exponate machen sichtbar, was uns oft im Alltag entgeht. Wie sehr Lebensstil, Bewegung, Ernährung und Umfeld unseren Körper prägen. Es ist eine Ausstellung, die nicht belehrt, sondern Fragen stellt. Und genau darin liegt ihre Stärke. Körperwelten passt zu Chemnitz, weil die Stadt selbst im Wandel ist. Zwischen Industriegeschichte, neuen Ideen und stillen Orten zum Nachdenken entsteht Raum für Perspektiven. Wer durch die Ausstellung geht, schaut nicht nur auf den Körper, sondern auch auf sich selbst. Was bleibt. Was sich verändert. Was wir mitnehmen in morgen. Auch im c/o56 Chemnitz setzt sich dieser Gedanke fort. Als Ort, an dem man nach einem intensiven Ausstellungstag zur Ruhe kommt, Gespräche weiterführt oder Eindrücke sacken lässt. Zwischen Ankommen und Weiterziehen entsteht Raum für Abstand vom Alltag. Für Gedanken, die bleiben dürfen. Wir verstehen uns dabei nicht nur als Ausgangspunkt für Erlebnisse in Chemnitz, sondern als ruhiger Gegenpol. Ein Platz, an dem man den Tag bewusst beendet oder neu beginnt. Die Ausstellung Körperwelten und Der Zyklus des Lebens läuft bis 28. Juni 2026 und richtet sich an neugierige Städtereisende, Kulturinteressierte, Businessgäste und alle, die Chemnitz mit einem neuen Blick erleben wollen. 56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für Morgen. bedeutet für uns, Orte, Erlebnisse und Gedanken sichtbar zu machen, die bleiben. Körperwelten ist eine davon. Eine Idee, die nicht laut wirbt, sondern wirkt. Und ein guter Grund, Chemnitz Zeit zu geben.
Zwei Frauen auf einer Brücke in Chemnitz zeigen auf eine Karl-Marx-Monument, auf der im Wasser „ZUHAUSE“ steht.
von Jette Rüdiger 8. Januar 2026
Warum Chemnitz auch nach 2025 sichtbar bleibt. Wir sind stolz auf unser Chemnitz. Das Jahr 2025 als Kulturhauptstadt Europas hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft, Kreativität und Anziehung in dieser Stadt steckt. Nationale und internationale Gäste haben Chemnitz neu entdeckt und erlebt, wie vielfältig, lebendig und überraschend die Stadt ist. Sogar Die Zeit titelte „Chemnitz das neue New York“ . Ein Satz, der Aufmerksamkeit geschaffen hat und gezeigt hat, dass Chemnitz längst mehr ist als ein Geheimtipp. Mit der Initiative "56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für morgen." möchten wir diesen Schwung mitnehmen und weitertragen. Denn wir sind überzeugt, dass 2025 kein einmaliger Höhepunkt war, sondern ein Anfang. Chemnitz ist ein Besuch wert. Nicht nur für ein großes Kulturjahr, sondern dauerhaft. Mit unserer Kampagne machen wir Chemnitz auch in Zukunft sichtbar. Wir stellen Menschen vor, die diese Stadt prägen. Orte, die man gesehen haben muss. Events, Projekte und Ideen, die zeigen, was Chemnitz kann und wohin sich die Stadt entwickelt. Jede Idee steht für einen Aspekt dieses Wandels zwischen Industriegeschichte, Kreativität und Zukunft. Gleichzeitig verstehen wir "56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für morgen." als Einladung zur Vernetzung. Wir möchten mit Chemnitzer Akteuren ins Gespräch kommen und gemeinsam zeigen, wie viel Stärke, Engagement und Qualität in dieser Stadt steckt. Zusammen wollen wir ein Bild von Chemnitz zeichnen, das ehrlich ist, neugierig macht und bleibt. "56 Ideen für Chemnitz. 56 Ideen für morgen." ist unser Beitrag, den Wandel weiterzudenken und Chemnitz auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus erlebbar zu machen. Die Kampagne ist als Projekt angelegt, das wachsen darf. Ob aus den 56 Ideen mit der Zeit mehr wird, ist bewusst offen. Denkbar sind neue Formate, weiterführende Inhalte oder vertiefende Perspektiven. Entscheidend ist nicht die Form, sondern der Gedanke dahinter.  Jede vorgestellte Idee soll Lust darauf machen, Chemnitz neu oder wieder zu entdecken. Für Gäste, die zum ersten Mal in die Stadt kommen. Für Gruppen, die gemeinsame Erlebnisse suchen. Und für alle, die überzeugt sind, dass es auch abseits der großen Metropolen Orte mit Charakter, Herz und Zukunft gibt.
Zwei Personen stehen an einem sonnigen Tag draußen auf einer Terrasse. Der Mann trägt Shorts, die Frau Jeans.
14. Juni 2025
Am Wochenende des KOSMOS Festivals war Alexander Tauscher, Moderator des bekannten Podcasts Radioreise, bei uns im c/o56 Chemnitz zu Gast. In entspannter Atmosphäre auf unserer Hotelterrasse entstand ein persönliches Gespräch über Chemnitz, unser Hotel und die besondere Stimmung rund um das Kulturhauptstadtjahr 2025. Der Podcast gibt spannende Einblicke in die Transformation der Stadt, das Festivalgeschehen und unsere Rolle als Gastgeber im Herzen von Chemnitz.
Zwei Frauen stehen mit E-Bikes vor einem grünen Fahrradverleihstand von SUNSHINE RENTAL.
16. Mai 2025
Seit Mai steht vor unserem Hotel eine moderne E-Bike-Station mit 8 Rädern – ideal für alle, die in Chemnitz ein E-Bike ausleihen möchten. Die Bikes können ganz unkompliziert über die Homepage unseres Partners Sunshine Bikes gebucht und direkt an der Station abgeholt werden. Ob Hotelgast oder Chemnitzer – jeder kann dieses flexible und nachhaltige Mobilitätsangebot nutzen. Die Station wird mit 100 % grünem Strom betrieben und macht den Einstieg in eine umweltfreundliche Fortbewegung so einfach wie nie.
Eine Person in königlicher Kleidung gestikuliert in Richtung einer Menschenmenge in einem Flur.
6. Dezember 2024
Wer am Nikolaustag im c/o56 war, spürte die Wärme, die von Herzen zu Herzen ging. 50 Familien, denen das Leben manchmal schwer zugesetzt hat, wurden von einer Welle der Solidarität getragen. Dank einer gemeinsamen Initiative mit dem Chemnitzer Energieversorgers Eins erlebten die Familien einen Abend voller Freude, Lachen und unvergesslichen Momenten. Ein liebevoll zusammengestelltes Programm, köstliches Essen und herzliche Begegnungen – das war mehr als nur ein Fest, es war ein Zeichen der Hoffnung und der Zusammengehörigkeit.